WOHNORT MIT GESCHICHTE

ALTE SPRUDELFABRIK

Unsere Gemeinschaft ist eng verbunden mit dem Element Wasser. Zum einen fliest der Neckar direkt am Grundstück vorbei. Zum anderen begann man, um das Jahr 1900, Mineralwasser in unserem heutigen Wohngebäude herzustellen. Angepriesen wurde der Eyach-Sprudel als idealstes Tafelwasser der Welt. Knapp 25 Jahre währte die Sprudelabfüllung in „unserer Sprudelfabrik“, dann lohnte sich das Gewerbe nicht mehr.

100 JAHRE LOHLENSÄUREINDUSTRIE

Bereits die Römer kannten die wohltuende Wirkung des kohlensäurehaltigen Wassers, das bei Eyach aus dem Boden quoll. Jahrhunderte lang diente das kohlensäurehaltige Wasser den Menschen in der Region als wohlschmeckendes Trinkwasser, doch findige Köpfe erkannten, dass sich mit dem Sprudel Geld verdienen lässt.

1872 wurde damit begonnen, das Wasser in Tonkrügen per Bahn vom Bahnhof Eyach bis Tübingen und Stuttgart zu versenden.

Die Kohlensäureindustrie aus Eyach brachte einer großen Schar von Menschen in der Region Lohn und Brot. Absatz fand das Gas in der Industrie und Lebensmittelherstellung.

1879 verliessen 417 Tonnen flüssiger Kohlensäure den Bahnhof Eyach. Gegen Ende der industriellen Nutzung, hundert Jahre später, waren es 15 000 Tonnen jährlich. Dann aber waren die Vorkommen erschöpft, die Umweltauflagen hoch. Die kommerzielle Nutzung der Eyach Quellen warf keinen Gewinn mehr ab. Viele Gebäude der Kohlensäureindustrie verlioren ihren Zweck und und machten Platz für Neues.

Im Börstinger Dorfmuseum „Kulturtankstelle“ sind weitere Informationen zur Geologie und zur Kohlensäureförderung übersichtlich aufbereitet.

BAHNHOF EYACH

Der Bahnhof in Eyach war und ist wichtiger Knotenpunkt für die Strecke zwischen Pforzheim undTübingen. 20 Minuten dauert die Fahrt nach Tübingen. Schneller als das Auto die Strecke bewältigen kann!